Der Klassiker unter den Übernahme-Maschen läuft bis heute: Jemand ergaunert euren SMS-Code, meldet euer WhatsApp auf seinem Gerät an — und ihr seid ausgesperrt, während eure Kontakte Betrugsnachrichten bekommen. Die gute Nachricht: Mit ein paar Minuten in den Einstellungen wird genau das richtig schwer. Hier sind die fünf Stellschrauben, die zählen.

1. Verifizierung in zwei Schritten — jetzt mit Passwort

Der wichtigste Schutz. Unter Einstellungen → Konto → Verifizierung in zwei Schritten legt ihr eine zweite Sperre fest, die bei jeder Neuregistrierung eurer Nummer abgefragt wird. Seit diesem Update ersetzt WhatsApp die alte 6-stellige PIN nach und nach durch ein richtiges Passwort mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Sobald die Option bei euch auftaucht: nutzen, und zwar mit einem Passwort, das ihr nirgendwo sonst verwendet.

2. Passkey einrichten

Unter Einstellungen → Konto → Passkeys meldet ihr euch künftig per Fingerabdruck oder Gesicht an statt per SMS-Code — laut WhatsApp der sicherste Login-Weg, weil es keinen Code gibt, den man euch abluchsen könnte. Neuerdings könnt ihr mehrere Passkeys anlegen, falls ihr Android und iPhone parallel nutzt.

3. E-Mail-Adresse hinterlegen

Ebenfalls unter Konto: eine E-Mail-Adresse als zweiter Weg zurück ins Konto, falls ihr mal keinen SMS-Empfang habt. Klingt banal, ist im Urlaubs-Notfall Gold wert.

4. Profilbild und Zuletzt-online einschränken

Unter Einstellungen → Datenschutz stellt ihr Profilbild, Info und “Zuletzt online” auf “Meine Kontakte”. Betrüger nutzen öffentliche Profilbilder gern, um sich gegenüber euren Bekannten als ihr auszugeben. Weniger Sichtbarkeit = weniger Angriffsfläche.

5. Bei Anrufen von Unbekannten: erst lesen, dann abheben

WhatsApp zeigt euch auf Android inzwischen Kontext zu Anrufen von fremden Nummern — etwa ob die Nummer aus dem Ausland kommt und ob ihr gemeinsame Gruppen habt. Dazu könnt ihr unter Datenschutz → Anrufe unbekannte Nummern komplett stummschalten lassen; die Anrufe landen dann nur in der Liste.

Keiner dieser Schritte kostet etwas, keiner macht WhatsApp umständlicher im Alltag — die Abfragen kommen nur bei Neuanmeldungen. Ehrlich gesagt gibt es wenig im Digital-Leben, wo fünf Minuten Aufwand so viel Ärger ersparen wie hier. Macht es am besten gleich, nicht “irgendwann”.