Seit dem 17. September 2026 steckt ChatGPT auch in Microsoft Word. Die Seitenleiste ist laut OpenAI in allen Tarifen verfügbar, ausdrücklich inklusive Free, und zwar weltweit – ein Copilot-Abo braucht ihr dafür nicht. Ab dem 1. Oktober 2026 ist das Add-in standardmäßig aktiv.

Word nutzt dasselbe Microsoft-Add-in wie Excel und PowerPoint. Ihr holt es im Microsoft Marketplace über “Get it now”, öffnet Word und ruft ChatGPT im Menüband auf, dann mit dem ChatGPT-Konto anmelden. Dort entwirft die Seitenleiste aus Notizen ein Memo, fasst ein Dokument zusammen, schreibt markierte Passagen für ein anderes Publikum um oder räumt Überschriften, Nummerierung und Formatierung auf.

In Firmen braucht es zwei Freigaben: Workspace-Admins schalten ChatGPT for Word in der ChatGPT-Admin-Konsole an oder ab, Microsoft-365-Admins müssen das Add-in zusätzlich zulassen. Fehlt eine davon, taucht es im Menüband gar nicht erst auf.

Was kostet ChatGPT in Word?

Auch im Free-Plan läuft nichts ins Unbegrenzte: Word rechnet tokenbasiert zu den API-Preisen des genutzten Modells ab, und die Nutzung zieht aus demselben Kontingent wie Codex und andere Premium-Funktionen. Ein langer Word-Nachmittag verkürzt bei Plus, Pro und Business also den Rest eures Monatsbudgets. In Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces werden Ein- und Ausgaben standardmäßig nicht zum Modelltraining genutzt.

Grenzen nennt OpenAI selbst: Komplexe Formatierungen, Tabellen und Diagramme müsst ihr oft nacharbeiten, und die Seitenleiste liest nur das geöffnete Dokument, nicht andere Dateien auf eurem Rechner. Fakten, Zahlen und Zitate prüft ihr besser vor dem Teilen, von wichtigen Dateien legt ihr vorher eine Kopie an. Plugins laufen in Word nicht, und Gespräche, Memory und Skills aus ChatGPT wandern nicht mit ins Add-in.

Word ist der dritte Office-Ort, den OpenAI besetzt: Excel und Google Sheets kamen im Mai global, PowerPoint im Juli. Wer in Business oder Enterprise sitzt, bekommt zusätzlich eine zweiwöchige Vorschau auf GPT-5.6 Sol in Word, vom 17. bis 30. September und ohne Anrechnung auf die regulären Limits (Caschys Blog).

Ehrlich gesagt überrascht mich die Tarif-Offenheit am meisten – und die frechste Pointe ist, dass Word aus demselben Topf zahlt wie Codex. Wer viel im Add-in arbeitet, merkt das zuerst an einer anderen Stelle. Falls ihr die KI lieber gar nicht in die Cloud gebt, ist unser Ratgeber zu Qwen 3 auf der eigenen GPU die Alternative. Auch Notiz-Apps rüsten auf: In der Google-Keep-Suche werden Treffer innerhalb einer Notiz inzwischen direkt hervorgehoben.