Disney+ hat seine Nutzungsbedingungen überarbeitet — und die haben es in sich. Alle Abo-Stufen dürfen künftig „Werbeinhalte, Sponsoring sowie Spots vor oder nach Inhalten" enthalten. Das betrifft ausdrücklich auch den teuersten Premium-Tarif, der bislang als komplett werbefrei vermarktet wurde.

Was ändert sich konkret?

Beim Öffnen der App müsst ihr den neuen Bedingungen per Prompt zustimmen, sonst bleibt der Zugang gesperrt. Disney selbst nennt das Ganze eine „Klarstellung" bestehender Regeln. Klassische Werbeunterbrechungen mitten in Filmen und Serien bleiben dem günstigsten Tarif „Standard mit Werbung" vorbehalten. Auf den teureren Stufen geht es um Trailer, Eigenpromo und gebrandete Clips direkt vor und nach der Wiedergabe.

Gegenüber DWDL.de hat Disney klargestellt, dass in den werbefreien Tarifen keine klassische Drittwerbung laufen soll — nur Eigen-Trailer und Sponsoring bei Live-Sport, was es in der Praxis ohnehin schon gab. Einzige garantiert werbefreie Zone: Junior-Mode-Profile bleiben komplett ausgenommen.

Nebenbei wurde die Vorankündigungsfrist bei Preiserhöhungen von 30 auf 28 Tage verkürzt. Adblocker können laut den neuen AGB die Wiedergabe stören oder komplett stoppen.

Ehrlich gesagt: Die Formulierungen in den AGB sind so breit, dass Disney jederzeit nachlegen könnte, ohne euch nochmal zu fragen. Wer Premium zahlt und dafür ein werbefreies Erlebnis erwartet, bekommt gerade eine ziemlich schwammige Garantie. Für alle, die kürzlich schon vom AirPlay-Aus bei Disney+ genervt waren, dürfte das der nächste Grund sein, über Alternativen nachzudenken.