Die Googlebooks sind offiziell da — Googles neue Laptop-Kategorie auf Android-Basis kann ab sofort vorbestellt werden. Fünf Hersteller liefern zum Start Flaggschiff-Geräte ab 1.199 Euro, der Verkauf in Deutschland beginnt am 5. Oktober.

Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo fertigen die ersten Modelle. Jeder Hersteller setzt eigene Akzente: Acer bringt das einzige Convertible, ASUS setzt auf unter ein Kilogramm Gewicht, Dell liefert das XPS-Design, HP die eleganteste Linie und Lenovo ein 15-Zoll-Arbeitstier. Das ASUS-Modell startet laut SmartDroid bei 1.400 Euro.

Was steckt unter der Haube?

Alle Googlebooks kommen mit mindestens 16 GB RAM und Touchscreens bis 2,8K OLED. Als Prozessoren stehen Intel Core Ultra Series 3 (Panther Lake) oder Snapdragon X Elite zur Wahl, jeweils mit NPUs über 45 TOPS für lokale KI-Aufgaben. Google verspricht bis zu 14 Stunden Videowiedergabe und 16 Stunden Webbrowsing. Die Gehäuse bestehen aus Aluminium, Magnesiumlegierungen und Kohlefaser.

Das Betriebssystem heißt offiziell Googlebook OS — im Kern Android mit dem Desktop-Unterbau von ChromeOS. Googles Gemini-KI ist tief integriert: Der „Magische Pointer" bringt Gemini per Mausgeste dorthin, wo ihr gerade arbeitet, und „Klartext" verwandelt gesprochene Gedanken in strukturierten Text. Dazu kehrt die Glowbar zurück, eine LED-Leiste am Gehäuse, die auf Gemini-Interaktionen und Akkustand reagiert. Google garantiert zehn Jahre OS-Updates.

Wer bereits ein Android-Smartphone nutzt, bekommt beim Einrichten Passwörter, WLAN-Netze und Nachrichten Ende-zu-Ende-verschlüsselt auf den Laptop übertragen — das dürfte der stärkste Kaufanreiz gegenüber klassischen Windows-Laptops sein.

Ehrlich gesagt finde ich die Preise für den Einstieg sportlich: 1.199 Euro sind Premium-Notebook-Terrain, und Google muss beweisen, dass das App-Ökosystem am Desktop mithalten kann. Die Hardware-Specs lesen sich aber vielversprechend — vor allem die NPU-Leistung für lokale KI könnte ein echtes Alleinstellungsmerkmal werden.